DAS ENDE DER KINDHEIT

Ich empfand das Ende meiner Kindheit als nicht gerade angenehm. Es war die Zeit in der ich meine Berufsausbildung begann. Aus einer fantasievollen Jugendwelt und kindlich sensiblem Wunschdenken ging es schnell, kühl und geradewegs ins Berufsleben. Und hiermit einher, veränderte sich für mich recht vieles. Ab jetzt war ich ein Leistungsträger der Gesellschaft und hatte zu funktionieren!

 

Viele Jahre später war es mir wichtig, diesen für mich als sehr schmerzlich empfundenen Wandel in einem kurzen Video zu reflektieren.

Ich gab ihm den Namen das Ende der Kindheit.

 

Der Teddy als das Symbol für Kindheit schlechthin half mir dabei. Und dort wo er einsam seinen Kopf verliert, wo Kindheitstraum auf erwachsenen Welt trifft, dort wo Zeit und Regelwerk das Leben eines Menschen bestimmt, dort stirbt auch immer ein Teil seines Wesens. So war ich es auch selbst, der bereitwillig Hand anlegte und somit mitwirkte an der eigenen Normierung.

 

Heute arbeitet die Psychologie gerne mit dem inneren Kind, die uns mit unserem kindlichen Ich versöhnen möchte. Ich halte diesen Therapieweg für sehr heilsam und wichtig. Wir sollten alle lernen mit unserem kindlichen Ich verständnisvoller umzugehen.

 

Mein besonderer Dank an Jens Kerick für Kamera, Bildschnitt und Bearbeitung.