PAINTINGS

“Das Leid ist das schnellste Pferd zu Gott“
(Meister Eckhart)

 

Oft sind es gerade die schmerzlichen Erfahrungen die uns
weiterführen auf unserem Weg zu uns selbst. So liegt der
Sinn von erfahrbarem Leid in der Form seiner Verarbeitung.
Aus einem Heute scheinbar destruktiven Geschehen kann
wenn wir es zulassen ein konstruktives und fruchtbares Morgen
erwachsen. Physische Kräfte verändern nicht nur Materie, sie
verändern so wie wir über ihr Wirken resümieren auch unseren
Geist und unser Handeln.
Wie die Kräfte des Lebens auf uns einwirken um uns zu
Verändern, so wirken die Kräfte auch auf die bildhafte
Projektionsfläche unserer Seelen.
Die Arbeit PAINTINGS symbolisiert diesen Prozess. Sie ist ein
Zeugnis meiner Auseinandersetzung mit dem Leben.
Sichtbares Zeichen abstrakter innerer Prozesse auf der Suche
nach Antwort und Lösung.

 

Auftragen, wegwischen, verwischen, abkratzen,
wegschleifen, einschneiden, herausschneiden, überlagern
freilegen und einprägen.
 

 

Intuition, Abstraktion, Konstruktion … als tagtäglicher
Bestandteil eines achtsamen Prozesses hin zur
Selbsterfahrung. Das Bild als Therapiewerk. Als Reflektions-
und Transformationsfläche, als Wehweiser hin zu einem
geläuterten reineren Selbst. Als intuitives Orakel innerhalb
schmerzlicher Auseinandersetzungen mit sich selbst.
Als Bildnis für die Seele und Zeichen für die Sinne!
 
(Klaus Hilmar Winter, März 2010)